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Wenn Stress auf den Magen schlägt

„Unser Darm – schlauer als man denkt“ erklärt, wie Kopf und Bauch zusammenarbeiten und warum Verdauungsbeschwerden oft schwer zu erklären sind

Vor einem wichtigen Termin rumort der Bauch. In angespannten Zeiten reagiert die Verdauung mit Durchfall oder Verstopfung. Solche Erfahrungen werfen Fragen auf: Wie gelangen Gefühle in den Darm? Und weshalb bereiten Vorgänge, die gewöhnlich unbemerkt ablaufen, manchmal Schmerzen? Das Sachbuch „Unser Darm – schlauer als man denkt“ erklärt die Zusammenhänge hinter diesen Alltagserfahrungen.

Im Verdauungstrakt arbeitet ein eigenes Nervensystem mit rund 200 Millionen Nervenzellen. Dieses „Bauchhirn“ steuert viele Abläufe selbstständig und steht zugleich im Austausch mit dem Gehirn. Was im Kopf geschieht, kann sich im Bauch bemerkbar machen. Umgekehrt beeinflussen Signale aus dem Verdauungstrakt, wie Menschen ihren Körper wahrnehmen und sich fühlen.

Anita Annaházi, Paul Enck, Thomas Frieling und Michael Schemann beschreiben, wie diese Kommunikation funktioniert. Die Medizinerin und ihre drei Mitautoren aus Psychologie, Gastroenterologie und Humanbiologie erklären auch, was geschieht, wenn das Zusammenspiel gestört ist. Dabei geht es um häufige Beschwerden wie Reizdarm, Reizmagen, Blähungen und Verstopfung.

Dass eine Untersuchung keinen eindeutigen Befund ergibt, bedeutet nicht, dass Beschwerden eingebildet sind. Das Buch erläutert, wie eine erhöhte Empfindlichkeit und eine veränderte Verarbeitung von Reizen dazu führen können, dass normale Verdauungsvorgänge Schmerzen auslösen. Zugleich zeigt es, weshalb sich nicht jede Beschwerde allein durch Stress erklären lässt.

Auch überraschende Fähigkeiten des Bauchhirns kommen zur Sprache. Es kann seine Reaktionen an wiederholte Reize anpassen und bestimmte Erfahrungen speichern. Was Lernen im Darm bedeutet, wie es erforscht wird und wo Vergleiche mit dem Gehirn an ihre Grenzen stoßen, macht das Autorenteam anhand von Experimenten verständlich.

Weitere Kapitel prüfen verbreitete Vorstellungen über Ernährung, Unverträglichkeiten und Darmbakterien. Persönliche Erlebnisse aus Labor und Klinik sowie Geschichten über frühe Entdeckungen geben Einblick in die Forschung. Das Buch hilft Leserinnen und Lesern, die Vorgänge im eigenen Bauch besser zu verstehen und Aussagen über Darmgesundheit einzuordnen.

Zum Buch
Anita Annaházi, Paul Enck, Thomas Frieling, Michael Schemann:
Unser Darm – schlauer als man denkt. Wie das Bauchhirn Verdauung, Wohlbefinden und Gesundheit beeinflusst
Hayit Medien, Köln, Ausgabe 2027. 244 Seiten.
Printausgabe: 22 Euro. ISBN 978-3-87322-325-7 | eBook: 14,95 Euro.

Erhältlich im Buchhandel und direkt beim Verlag.
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Über die Autoren
Dr. med. Anita Annaházi forscht an der Universität Szeged in Ungarn. Sie untersucht das Darmmilieu und dessen Bedeutung für Gesundheit und Erkrankungen.
Prof. Dr. Paul Enck ist emeritierter Professor für Medizinische Psychologie an der Universität Tübingen. Seine Forschung gilt unter anderem den Beziehungen zwischen Wahrnehmung, Stress und Verdauungsbeschwerden.
Prof. Dr. med. Thomas Frieling ist Internist und Gastroenterologe mit Schwerpunkt Neurogastroenterologie. Er bringt langjährige klinische Erfahrung mit komplexen Magen-Darm-Beschwerden ein.
Prof. Dr. Michael Schemann ist emeritierter Ordinarius für Humanbiologie an der Technischen Universität München. Er erforscht seit Jahrzehnten das Nervensystem des Darms und dessen selbstständige Arbeitsweise.

Pressekontakt: Mundo Marketing GmbH, Durlacher Str. 23, 51107 Köln
Tel. 0221/921635-11, E-Mail: ute.hayit@mundo-marketing.de 
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